22 Grad im Januar, während München im Schnee versinkt. Genau deshalb boomt der Winter auf den Kanaren seit Jahren. Doch welche Insel passt wirklich zu dir?
Warum der Winter auf den Kanaren so beliebt ist
Die Kanaren liegen auf Höhe von Marokko. Das merkt man im Winter deutlich. Während es in Deutschland grau und kalt bleibt, klettern die Temperaturen auf den Inseln tagsüber locker auf 20 bis 24 Grad. Abends kühlt es auf etwa 15 Grad ab.
Regen fällt selten. Die Sonne zeigt sich im Schnitt sechs bis sieben Stunden pro Tag. Für viele Reisende ist das der perfekte Ausgleich zum tristen Winter zuhause.
Dazu kommt die kurze Flugzeit. Ab Deutschland brauchst du je nach Insel etwa vier bis fünf Stunden. Das schafft kaum ein anderes warmes Ziel.
Wichtig: Die Kanaren gehören zu Spanien. Es gelten also EU-Regeln. Für Einreise, Visum und aktuelle Sicherheitshinweise checkst du am besten die Seite des Auswärtigen Amts.
Teneriffa: Die Allrounderin unter den Kanaren
Teneriffa ist die größte Kanareninsel. Hier findest du fast alles. Strände, Berge, Städte und Wälder.

Der Teide ragt 3.718 Meter in die Höhe. Im Winter liegt auf dem Gipfel oft Schnee. Unten am Meer badest du trotzdem bei angenehmen 19 bis 21 Grad Wassertemperatur.
Der Süden ist trocken und sonnig. Playa de las Américas und Los Cristianos ziehen Sonnenanbeter an. Der Norden ist grüner und feuchter. Puerto de la Cruz bietet mehr Charme und weniger Bettenburgen.
Für wen sich Teneriffa lohnt
Für wen lohnt sich Teneriffa?
- Wanderer, die im Winter auf hohe Berge wollen
- Familien mit Kindern, die Strand und Ausflüge kombinieren
- Alle, die Infrastruktur und Abwechslung schätzen
Ein Nachteil: Der Süden ist touristisch stark ausgebaut. Wer Ruhe sucht, wird dort kaum fündig.
Temperaturen auf Teneriffa im Winter
| Ort | Tagestemperatur | Nachttemperatur |
|---|---|---|
| Costa Adeje (Süd) | 22 bis 24 Grad | 15 bis 17 Grad |
| Puerto de la Cruz (Nord) | 20 bis 22 Grad | 14 bis 16 Grad |
| Teide-Gipfel | 0 bis 8 Grad | unter 0 Grad |
Gran Canaria: Strände, Dünen und viel Leben
Gran Canaria ist die drittgrößte Insel der Kanaren. Sie punktet mit einem Kontrast aus Bergen und Küste.
Der Süden lockt mit der Playa del Inglés und den Dünen von Maspalomas. Auf mehreren Kilometern Strand findest du fast immer ein freies Plätzchen. Die Wassertemperatur liegt im Winter bei etwa 19 bis 20 Grad.
Im Inneren der Insel wird es rauer. Der Roque Nublo thront auf beachtlicher Höhe. Von dort siehst du an klaren Tagen bis zum Teide auf Teneriffa.
Die Hauptstadt Las Palmas im Norden ist eine echte Stadt. Hier lebst du zwischen Einheimischen, nicht nur zwischen Touristen. Die Altstadt Vegueta stammt aus dem 15. Jahrhundert.
Für wen sich Gran Canaria lohnt
Für wen lohnt sich Gran Canaria?
- Strandurlauber, die lange Sandstrände mögen
- Städtereisende, die Kultur und Nachtleben wollen
- Aktivurlauber, die Berge und Meer verbinden
Unsere Erfahrung: Der Süden ist im Winter voll. Wer Ruhe will, sollte in den Norden oder ins Inselinnere ausweichen.
La Palma: Die grüne Ruheoase
La Palma ist die ruhigste der vier Inseln. Hier gibt es keine Bettenburgen. Dafür viele Berge, Wälder und Vulkane.

Die Insel ist UNESCO-Biosphärenreservat. Fast die Hälfte der Fläche steht unter Naturschutz. Wandern ist hier das Hauptprogramm.
Der Caldera de Taburiente ist ein riesiger Vulkankrater. Rund 8 Kilometer Durchmesser. Du kannst hineinwandern und an Wasserfällen rasten.
Strände gibt es wenige. Die meisten sind schwarz und steinig. Wer Sandstrand will, muss nach Tazacorte fahren. Dort gibt es einen kleinen braunen Strand.
Die Temperaturen liegen im Winter bei 20 bis 22 Grad am Tag. Nachts kühlt es auf 14 bis 16 Grad ab.
Für wen lohnt sich La Palma?
- Wanderer, die tagelang durch Wälder ziehen wollen
- Ruhesuchende, die Menschenmassen meiden
- Sternengucker, denn der Himmel ist extrem klar
Ein Nachteil: Die Auswahl an Restaurants und Hotels ist begrenzt. Wer Trubel braucht, wird hier nicht glücklich.
Vergleich der vier Inseln
| Insel | Wintertemperatur | Strandqualität | Aktivitäten |
|---|---|---|---|
| Teneriffa | 20 bis 24 Grad | sehr gut | Wandern, Baden, Städte |
| Gran Canaria | 20 bis 23 Grad | sehr gut | Baden, Kultur, Berge |
| La Palma | 19 bis 22 Grad | mäßig | Wandern, Sterne, Vulkane |
| Lanzarote | 19 bis 22 Grad | gut | Vulkan, Surfen, Kunst |
Lanzarote: Vulkane, Kunst und Wind
Lanzarote sieht anders aus als die anderen Inseln. Fast kahl. Dafür voller Vulkankegel und Lavafelder.
Der Timanfaya-Nationalpark zeigt dir, wie heiß die Erde hier noch ist. An manchen Stellen misst der Boden 400 Grad in nur 10 Metern Tiefe.
Der Künstler César Manrique hat die Insel geprägt. Seine Bauten verbinden Natur und Design. Die Jameos del Agua sind ein Beispiel. Ein Lavatunnel mit Restaurant und Pool.
Strände wie die Playa de Papagayo sind geschützt. Du erreichst sie nur über Schotterwege. Dafür badest du in türkisblauem Wasser.
Der Wind weht hier fast immer. Das freut Surfer. Für Sonnenanbeter kann es aber frisch werden.
Für wen sich Lanzarote lohnt
Für wen lohnt sich Lanzarote?
- Surfer und Windsurfer
- Kunst- und Naturliebhaber
- Reisende, die etwas anderes sehen wollen
Hand aufs Herz: Wer klassischen Strandurlaub sucht, ist auf Lanzarote falsch. Wer Landschaft und Kultur will, wird begeistert sein.
Welche Insel passt zu deinem Winter auf den Kanaren?
Die Wahl hängt von deinen Plänen ab. Willst du baden, wandern oder einfach nur abschalten?

Teneriffa ist die sicherste Wahl. Du bekommst Strand, Berge und Städte in einem Urlaub. Gran Canaria eignet sich für Strandfans und Städtereisende. La Palma ist perfekt für Wanderer und Ruhesuchende. Lanzarote spricht Surfer und Naturfreunde an.
Unterm Strich gilt: Wer im Winter Sonne tanken will, macht mit keiner der vier Inseln etwas falsch. Die Unterschiede liegen im Detail.
Unsere klare Empfehlung: Buche Teneriffa, wenn du Vielfalt willst. Wähle La Palma, wenn du Ruhe brauchst. Entscheide dich für Lanzarote, wenn du etwas Einzigartiges suchst. Und nimm Gran Canaria, wenn Strand und Stadt zusammenkommen sollen.
Achte auf die Flugpreise. Im Winter sind sie oft höher als im Sommer. Früh buchen lohnt sich. Rechne mit etwa 150 bis 400 Euro pro Person für Hin- und Rückflug.
Tipp: Miete dir ein Auto. Auf allen vier Inseln kommst du mit Bus oft langsam voran. Ein Mietwagen kostet etwa 25 bis 50 Euro pro Tag.
Häufige Fragen
Welche Kanareninsel ist im Winter am wärmsten?
Teneriffa und Gran Canaria sind im Winter am wärmsten. Im Süden liegen die Tagestemperaturen oft bei 22 bis 24 Grad. La Palma und Lanzarote sind etwas kühler, aber immer noch angenehm.
Kann man im Winter auf den Kanaren baden?
Ja, das geht gut. Die Wassertemperatur liegt im Winter bei etwa 19 bis 21 Grad. Für viele Reisende ist das erfrischend, aber nicht kalt. Die Lufttemperatur macht das Baden angenehm.
Welche Kanareninsel eignet sich für Wanderer im Winter?
La Palma ist die beste Wahl für Wanderer. Die Insel ist ein Biosphärenreservat mit vielen Wegen. Auch Teneriffa und Gran Canaria bieten tolle Wanderrouten, etwa zum Teide oder Roque Nublo.
Wie lange fliegt man im Winter auf die Kanaren?
Ab Deutschland brauchst du je nach Insel etwa vier bis fünf Stunden. Teneriffa und Gran Canaria sind etwas weiter als Lanzarote. Nonstopflüge gibt es von vielen deutschen Flughäfen.
Was kostet ein Winterurlaub auf den Kanaren?
Die Preise schwanken stark. Ein Flug kostet etwa 150 bis 400 Euro pro Person. Hotels liegen je nach Kategorie bei 60 bis 200 Euro pro Nacht. Mietwagen gibt es ab etwa 25 Euro pro Tag.